Gestaltung von Texten

Schriftauswahl
Die Schrift trägt wesentlich zum Gesamteindruck bei. Sie kann die Wirkung des Textes verstärken. Achten Sie deshalb immer darauf, daß Schrift und Inhalt zusammenpassen.
Serifenlose Schriften (z.B. Arial) eignen sich für alles Technische und Moderne. Serifen-Schriften wirken eleganter, gebrochene Schriften alt, Schreib- und viele Schmuckschriften festlich. Um zu sehen, ob die Schrift mit der Textaussage harmoniert, können Sie den Text mit verschiedenen Schriften formatieren und ausdrucken. Ein anderes Kriterium ist die Lesbarkeit. Antiqua-Schriften mit Serifen (z.B. Times) lassen sich leicht lesen und kommen daher bevorzugt für den Fließ- bzw. Lauftext zum Einsatz. Grotesk-Schriften (z.B. Arial) werden in großen Schriftgrößen schneller erfaßt und eignen sich besonders für Überschriften. Schriften, die nicht so vertraut sind (gebrochene und Schmuckschriften) bremsen den Lesefluß. Diese Blickfänger können jedoch nicht für längere Textpassagen genutzt werden. Verwenden Sie im Normalfall Times für den Fließtext und Arial für Überschriften.

Schriftgrößen (Schriftgrade)
Vermeiden Sie, die Schriftgröße zu ändern, um den Text auf das richtige Format zu bringen. Wenn Sie die Größe als Hervorhebung nutzen, müssen Sie den Schriftgrad mindestens um 20 % (ca. 2 Punkt) ändern. Sonst nimmt der Leser den Unterschied nicht sofort wahr oder stuft ihn als Fehler ein. Deshalb werden folgende Schriftgrößen verwendet:
Absatz Schriftgröße Bemerkung
Überschrift 14 Punkt fett, einzeilig
Unterüberschrift 12 Punkt fett, einzeilig
Fließtext 12 Punkt 
Kopfzeile 12 Punkt rechtsbündig
Fußnotentext 10 Punkt
Verschiedene Schriften kombinieren
Weniger ist mehr!
Eine gut gestaltete Seite enthält nicht mehr als zwei verschiedene Schriften bzw. vier verschiedene Schriftschnitte. Zu diesen Variationen gehören auch Schriftgröße und Ausprägungen wie fett und kursiv.
Überschriften
Überschriften sollten sich klar vom Text abheben. Sie sind daher durch Zwischenräume deutlich vom Fließtext getrennt. Als Schrift wählt man meist eine Grotesk-Schrift (z.B. Arial). Alle Überschriften müssen einheitlich aussehen. Zwischenüberschriften dienen hauptsächlich der optischen Auflockerung der Seite. Der Leser erhält einen Anhaltspunkt, bei dem er auch mal Pause machen kann. Enthält eine Seite keine »Reizpunkte«, so ermüdet das Auge viel zu schnell. Zwischenüberschriften sollten mindestens fünf Zeilen vom oberen und unteren Rand entfernt plaziert werden.
Fließtext
Wichtigstes Kriterium für die Gestaltung des Fließtextes ist dessen Lesbarkeit. Sie wird durch folgende Faktoren beeinflußt:
Schriftauswahl
Schriftgröße
Textausrichtung
Zeigen Sie Konsequenz in der Ausrichtung Ihrer Texte. Jede Ausrichtung hat eine besondere gestalterische Bedeutung.
Linksbündig wirkt durch den flatternden Rechtsrand leicht unruhig. Diese Ausrichtung wird neben dem Blocksatz häufig in nicht zu langen Briefen verwendet. Rechtsbündig kommt sehr selten vor. Ort und Datum in Briefen sowie Zahlen werden rechtsbündig gesetzt. Rechtsbündig geschriebene Texte lassen sich schlecht lesen.
Blocksatz wird hauptsächlich im professionellen Layout (Zeitungen, Bücher) verwendet. Längere Texte wirken seriöser. In kurzen Briefen nutzt man besser die linksbündige Ausrichtung. Eine Silbentrennung muß sorgfältig durchgeführt werden, um unschöne Lücken in den Zeilen zu vermeiden.
Zentriert werden meistens Überschriften und Titel. Auch kurze Absätze, die hervorgehoben werden sollen, können zentriert werden. Nachteilig ist das unruhigere, schlechter lesbare Schriftbild.
Laufweite
D
ie Laufweite entscheidet, ob die Buchstaben dicht gedrängt oder luftig in einer Zeile stehen. Bei geringer Laufweite passen mehr Buchstaben in eine Zeile. Um ein harmonisches Schriftbild zu erreichen, wird bei bestimmten Buchstabenpaaren der Buchstaben- abstand gesondert festgelegt. Diese Paare heißen Kerning-Paare.
Zeilenlänge
Zu kurze Zeilen erfordern ungünstige Worttrennungen. Bei zu langen Zeilen weiß man am Ende der Zeile nicht mehr, was am Zeilenanfang steht und findet so die Folgezeile schlechter. Für die deutsche Sprache garantieren 7 bis 12 Wörter oder etwa 50 bis 60 Buchstaben je Zeile eine gute Lesbarkeit.
Durchschuß und Zeilenabstand
Beide geben den Abstand der Zeilen zueinander an. Der Zeilenabstand reicht von Grundlinie zu Grundlinien. Der Durchschuß gibt die Höhe des »weißen Raumes« zwischen zwei Zeilen an.
Die Schriftart des Fließ- bzw. Haupttextes bezeichnet man als Brotschrift oder Werkschrift. Dies ist oft eine Antiqua-Schrift mit Serifen (z.B. Times) mit Schriftgrad 10 - 12 Punkt. Vermeiden Sie auf jeden Fall Hurenkinder Die letzte Zeile eines Absatzes steht am Anfang einer neuen Seite oder Spalte. Vermeiden Sie solche unprofessionellen Dinge.
Schusterjungen Die erste Zeile eines Absatzes steht am Ende einer Seite oder Spalte. Fügen Sie vor diesem Absatz einen Seiten- oder Spalten- wechsel ein.
Schönheitsfehler
Verwenden Sie für Anführungszeichen nicht die Zolleinheit ", sondern die »französischen Anführungszeichen«. Sie passen besser ins Schriftbild. Sie erhalten diese mit der Tastenkombination Alt+0171 und Alt+0187 oder mit der Zeichentabelle.
Vermeiden Sie im Text mehr als drei Worttrennungen untereinander.
Gesamterscheinungsbild
Eine gut gestaltete Seite muß sich durch folgendes auszeichnen:
· schnell erkennbar
· übersichtlich
· leicht lesbar
· konsistent
Einfluß hierauf haben die gewählte Schrift und die Gestaltung des Textes. So wirkt Schrift im oberen Teil einer Seite leichter, betonter und überraschender. Im unteren Teil wirkt sie oft schwerer und gewöhnlicher.
Schriftauswahl
Die Schrift trägt wesentlich zum Gesamteindruck bei. Sie kann die Wirkung des Textes verstärken. Achten Sie deshalb immer darauf, daß Schrift und Inhalt zusammenpassen.
Serifenlose Schriften (z.B. Arial) eignen sich für alles Technische und Moderne.
Serifen-Schriften wirken eleganter, gebrochene Schriften alt, Schreib- und viele Schmuckschriften festlich.
Um zu sehen, ob die Schrift mit der Textaussage harmoniert, können Sie den Text mit verschiedenen Schriften formatieren und aus- drucken. Ein anderes Kriterium ist die Lesbarkeit. Antiqua-Schriften mit Serifen (z.B. Times) lassen sich leicht lesen und kommen daher bevorzugt für den Fließ- bzw. Lauftext zum Einsatz. Grotesk-Schriften (z.B. Arial) werden in großen Schriftgrößen schneller erfaßt und eignen sich besonders für Überschriften. Schriften, die nicht so vertraut sind (gebrochene und Schmuckschriften) bremsen den Lesefluß. Diese Blickfänger können jedoch nicht für längere Text- passagen genutzt werden. Verwenden Sie im Normalfall Times für den Fließtext und Arial für Überschriften.
Hervorhebungen
Hervorhebungen im laufenden Text bremsen den Lesefluß! Gehen Sie deshalb sparsam damit um und verwenden Sie nicht mehr als zwei Arten von Hervorhebungen.
Fett fällt stark ins Auge und hilft, ein fett geschriebenes Wort auf einer Seite sofort zu finden. Fette Schrift wird verwendet, wenn die Hervorhebung dem leichten Auffinden dienen soll. Unterstrichen stammt aus der Zeit der Schreibmaschine. Diese Hervorhebung sollte nur bei Schreibmaschinenschriften wie Courier New genutzt werden. Der Eindruck einer Schreibmaschinenseite wird verstärkt. Groß- oder Sperrschrift wird heute nur noch selten eingesetzt. Lange Wörter wie BLUMENTOPFERDE lassen sich schwer lesen. Vor und nach einem mit S p e r r s c h r i f t geschriebenen Wort sind drei Leerzeichen zu setzen.
Kursiv fällt nicht stark auf und stört daher nicht den gleichmäßigen Eindruck einer Textseite. Während des Lesens merkt der Leser sofort, daß eine besondere Textstelle kommt, etwa ein Zitat oder ein Fremdwort. Andere Schriftart oder -größe müssen zum Fließtext einen guten Kontrast bilden. So lassen sich Serifen-Schriften und serifenlose Schriften gut mischen. Eine Größenänderung sollte mindestens 2 Punkt betragen, um eine sichtbare Hervorhebung zu erhalten.
Anführungszeichen
Besser als die "Computer-Anführungzeichen" passen die »französischen« ins Schriftbild. Diese erhalten Sie mit der Tastenkom- bination Alt+0171 und Alt+0187 oder mit der Zeichentabelle.
Absatzabstand
Ein Abstand zwischen zwei Absätzen dient zur Auflockerung des Textes. Jedoch trennt eine bei der Schreibmaschinenseite übliche Leerzeile den Text zu stark. Ein Abstand von 0,5 Zeilen sieht ansprechender aus.